Marienkapelle in Talheim

Das schon im Jahre 776 urkundlich belegte Talheim war kirchlich immer eine Filiale von Neuburg. Wegen des beschwerlichen Weges nach Neuburg zu den Gottesdiensten, beschloss die Gemeinde 1881 eine Kapelle zu bauen.

Das von Werkmeister Jakob Tress von Lauterach in neuromanischen Formen entworfene Kirchlein wurde aus Spenden, der sog. Kapellensteuer und großer Eigenleistung der Bürgerschaft finanziert und gebaut.

Von der ursprünglichen Ausstattung der Empore sind die Wappen der vier maßgeblich an der Kapellenerrichtung beteiligten Familien noch gut erhalten. Der Altar wurde von Altarbauer Kleß in Zwiefalten damals gefertigt. De Glocke stammt von der Glockengießerei Konrad Zoller in Biberach.

Am Bau der Kapelle waren vorwiegend Handwerker aus der Gemeinde und den Nachbargemeinden beteiligt.

Bei der Renovierung um das Jahr 1968 wurde der Volksaltar eingerichtet. Die Rundbogenfenster im Chorraum wurden, wie in Neuburg, von dem bekannten Künstler Wilhelm Geyer in Ulm geschaffen.