Kapelle "Maria Himmelfahrt" in Lauterach

Die Familienzweige der „Herren von Stein“ zu Reichenstein enden im Jahre 1481. Die Erben verkauften die Burg Reichenstein, samt zwei Gütern, Laufenmühle, Lauterach und Talheim, und samt zur Burg gehörenden Leibeigenen an Gilg, Ritter von Blocksberg. Dieser veräußerte den Kauf im Jahre 1499 an Abt Georg vom Kloster Zwiefalten.

Im Jahre 1601 ließ Abt Michael Müller die Kapelle durch den Maurer und Steinmetz Georg Rümelin aus Dettingen/Erms erbauen. Sie wurde zu Ehren „Mariä Himmelfahrt“ geweiht.

Das Schloss Mochental war die Sommerresidenz der Äbte von Zwiefalten. Der Prälatenweg von Zwiefalten nach Mochental führte über Lauterach. Vermutlich ließ Abt Michael Müller die Kapelle als Zwischenstation erbauen. Die Kapelle hat einen barocken Ursprung. Durch mehrere Restaurierungen wurde der Barockstil beeinträchtigt. Der Spitzbogen im Chor dürfte der Gotik des 15. Jahrhunderts entstammen. Der Hochaltar stammt aus dem Jahre 1650. Das Altarbild entstand 1850 und stellt den Tod von Maria dar.

Im Jahre 1993/94 wurde die Kapelle grundlegend restauriert und die Sakristei an der Westseite angebaut.

Jeden Donnerstagvormittag findet in der Kapelle eine Eucharistiefeier statt. Gelegentlich wird auch der Sonntagsgottesdienst hier abgehalten.